Das Leben ist kein Verwaltungsakt

Das Leben ist (k)ein Verwaltungsakt?
Es bleibt die persönliche Entscheidung, wie ein erwachsener Mensch leben will.
Gewiss, das Streben nach sozialer Sicherheit kann lange beruhigend wirken. Doch plötzlich können chaotische Ereignisse das Regiment übernehmen. Damit wird jeder sorgsam ausgeklügelte Lebensentwurf zur Makulatur. Ist es daher nicht sinnlos, kostbare Lebenszeit und wertvolle Energie für die Illusion solcher Planspiele zu verschwenden?
In den Geschichten von Magnus Kuhn geht es um die Widergabe derartiger Erlebnisse aus seinem eigenen Umfeld. Hilfreich war dabei Kuhns Bereitschaft, bevorzugt für Firmen mit zweifelhaftem Ruf tätig zu werden. Nur dort passiert sowas eben: Chaos und Unfähigkeit vereinigen sich zu absurder Komik in Reinkultur. Kein Fernseh- und Kinoprogramm bietet mehr. Das Leben selbst sorgt für ein Drehbuch mit dem Arbeitstitel:
Wenn das Leben ein Verwaltungsakt wäre; man bräuchte es erst gar nicht zu leben.
